Donnerstag, 19. März 2015

Vorschau: Lesung am 30. April:
Ich möchte gern ein... SCHLAUCHBOOT kaufen.
- Die wohl beste Lesung des Universums

Es ist in der Literatur wie im wirklichen Leben: Bedeutung und Absurdität liegen dicht bei einander, sind nicht selten sogar ein Gemisch. Im Übrigen darf gelacht werden. Es lesen:

Rudolf Nuss (geb. 05.05.1994) studiert an der Universität Potsdam (UP!UP!) dies und das und sowieso. Hat schon mal einen Text geschrieben. Erwacht jeden Morgen mit der schrecklichen Angst eine Kurzvita verfassen zu müssen.

Tobias Herold, geb. 1983, lebt in Berlin. 2009 und 2011 erscheinen im Elfenbein Verlag seine beiden Lyrikbände "Kruste" und "Ausfahrt". Er ist Mitbetreiber des Veranstaltungsortes "ausland". Derzeit arbeitet er an einem Buch mit Prosagedichten.

Clemens Schittko, geb. 1978 in Berlin/DDR. Ausgebildeter Gebäudereiniger und Verlagskaufmann. Arbeitete u. a. als Fensterputzer und Lektor. lauter niemand Preis für politische Lyrik 2010. Zuletzt erschienen: “Und ginge es demokratisch zu” (SuKuLTuR, Berlin 2011). Lebt in Berlin(-Friedrichshain).

Sofie Lichtenstein, geb. 1989 in Neuruppin, lebt in Berlin. Veröffentlichungen in zahlreichen Literaturzeitschriften (entwürfe, Am Erker, Kolik u.a.). Schreibt Prosa und gegenwärtig an ihrem ersten Buch Die Große Glocke.

Ich möchte gern ein... SCHLAUCHBOOT kaufen.
- Die wohl beste Lesung des Universums

am Donnerstag, 30. April
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Samstag, 21. Februar 2015

Rückschau: Lesung am 05. März:
STRASSENMÄDCHEN
SHOP A MAN

Natürlich wissen die Straßenmädchen, dass Konsumerismus in der Partnersuche und allgemein verwerflich ist. (Zudem schlecht fürs Klassenbewusstsein.)
Lernt von ihnen, wenn es darum geht, Versuchungen zu widerstehen.
Lernt von ihnen, wie lustvoll und lohnenswert es ist, den Versuchungen zu erliegen. Und wie sich das alles als emanzipiert verkaufen lässt.

Die Wanderlesebühne Straßenmädchen besteht aus AnnA heiterbiswolkig, Christiane Reichart und Karen Matting und ist die weiblichste Lesebühne Berlin.

STRASSEBNÄDCHEN
SHOP A MAN
Lesung mit nützlichen Ratschlägen
am Donnerstag, 05. März 2015
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz


und

bzw.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Rückschau: Lesung am 19. Februar:
KASKADEN
die Lyrikzeitschrift

Sprache neu erfinden. Worte neu beleben. Kaskaden ist eine Lyrik- und Kunstzeitschrift, die sich zum Ziel gesetzt hat, zeitgenössische deutschsprachige LyrikerInnen zu fordern und zu fördern. Kaskaden erscheint als jährliche Printausgabe und halbjährliche Onlineausgaben sowie als kostenloser Lyrikletter zum Abonnieren.

Maik Lippert. * 1966 in Erfurt. 1956-1991 Ökonomiestudium in Moskau. 2000 Preis der Zeitschrift „Das Magazin“. 2001 Wolfgang-Weyrauch-Förderpreis. 2007 Stadtschreiber in Weimar. Publikationen: fahrten ins sediment (parasitenpresse), im rauchglas des himmels überm gewerbegebiet (Edition Thaleia). Lebt in Berlin.

Herbert Friedmann. *1951 in Hessen, Lehre zum Einzelhandelskaufmann, seit 1977 als freiberuflicher Schriftsteller tätig. Bis heute etwa 70 Buch-Veröffentlichungen, daneben Arbeiten für Kinder- und Jugendtheater, für Zeitung und Rundfunk. Mehrere seiner Bücher wurden in andere Sprachen übersetzt oder ausgezeichnet. Friedmann ist Mitglied der Europäischen Autorenvereinigung DIE KOGGE und lebt heute in Berlin.

Matthias Weglage. * in Berlin. Abitur und Studium der Philosophie und alten Sprachen. Freier Publizist und Schriftsteller. Veröffentlichungen von Essays, Filmkritiken und literarischer Prosa in Zeitschriften und Zeitungen.

Jörg Wiedemann. * 1970 in Berlin. Erzieher, studiert Soziale Arbeit. Veröffentlichungen im Kaskaden Lyrikletter, mehrmaliger Gewinner des Internet-Gedichtwettbewerbs „Monatsgedicht“ von Unternehmen Lyrik gewonnen.

KASKADEN
die Lyrikzeitschrift
MAIK LIPPERT JÖRG WIEDEMANN HERBERT FRIEDMANN MATTHIAS WEGLAGE
am Donnerstag, 19. Februar 2015
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Rückschau: Lesung am 15. Januar:
Mikael Vogel und Mena Koller:
Vogel kriegt die Koller, Vol. 2

Denn die Regeln sind nur klar, solange du nicht darüber nachdenkst.
(Mena Koller)

Morphine und andere Fluchtpunkte – Mena Koller und Mikael Vogel laden zu Rausch und Aufbegehren ein.

Schmerz-

Mittlerin, ich durchsuche Giftschränke nach

Dir, Virenscans und die Morde in den Zeitungen, jeden
Blizzard, jeden Taifun..

(Mikael Vogel)

Berlin, Paris, Istanbul, Atlantis. Waterloo, das Wunderland, Bombenkrater und Tattoos. Diese sind einige der Orte, die die Figuren in ihren Texten durchstreifen. Präzise Orte.. oder doch nicht? Eins ist sicher: Wenn Vogel die Koller kriegt hat die so richtig den Vogel!

Mena Koller
Kindheit und Jugend im Palazzo di Latte. Nach dem Abitur Abbruch der Lehre und des Studiums. Um materiellen Besitz und die Aussicht auf einen Abschluss erleichtert schließlich monatelanges Vagabundieren auf dem Balkan und am Bosporus. Seit 2010 in Berlin, seit 2012 mit festem Wohnsitz. Autorin beim Periplaneta Verlag, Edition Subkultur. Redakteurin beim Literaturmagazin Sachen mit Wœrtern. Der erste Band mit Erzählungen Fluchtpunkte erschien 2013.

Mikael Vogel
Mit 19 mit schwarzweißer Fender Strat in Seattle verschollen, dort aber ausgerechnet zu schreiben begonnen. Nach u.a. Paris seit 2003 Berlin. 2001 erste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift manuskripte. 2002 Hermann-Lenz-Stipendium. 2010-11 Redakteur der Künstlerzeitschrift Prolog – Heft für Zeichnung und Text, Berlin. Erstes Buch 2008. Der aktuelle vierte Gedichtband heißt Morphine und ist 2014 erschienen im Verlagshaus J. Frank Berlin.

Mikael Vogel und Mena Koller:
Vogel kriegt die Koller, Vol. 2
am Donnerstag, 15. Januar 2014
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Samstag, 22. November 2014

Rückschau: Lesung am 04. Dezember:
STEPHAN ROISS
sterbenwiefliegenaberlustig

Ich werde Vater.
Ich werde nicht Vater.
Ich werde Vater.
Ich werde nicht Vater.
Ich werde in einer Einbauküche stehen, um Schnuller auszukochen.
Ich werde um den Globus jagen und jeder Tag wird ein Abenteuer sein.
Ich werde –

Wolfgang wollte seinen Zivilienst eigentlich bei den "Kinderfreunden" absolvieren. Gelandet ist er schließlich im Altersheim, wo er laufend mit Tollheiten, Torsionen und Toten konfrontiert ist. Und jetzt auch noch das: Die Regelblutung seiner Ex-Freundin ist seit zwei Wochen überfällig.
Stephan Roiss liest aus seiner Erzählung GRAMDING (Bibliothek der Provinz, 2012), die kürzlich ihre zweite Auflage erfahren hat.

“Der Erzähler vermittelt über die soziale Anklage hinaus sprachlich und narrativ klug die Spannungen beim Kampf um Eigenständigkeit, den Junge wie Alte führen. Er oszilliert zwischen kaltem Selbstschutz und Empathie, zwischen Tragik und Komik.”
Kulturbericht Oberösterreich

“Düster und komisch (…) überzeugender Erstling (…) ein sehr sympathisches und gewitztes Debüt”
Literatur und Kritik

"Man würde dieser pointierten, intelligenten Erzählstimme, die so souverän die Ereignisse Revue passieren lässt, sehr gerne länger zuhören.”
Schreibkraft

Stephan Roiss (*1983, Österreich) ist Autor, Musiker ("Fang den Berg", "&&&", "GIS Orchestra",...), Performer. Er schreibt vorwiegend Prosa, arbeitet aber auch in den Bereichen Graphic Novel, Theater und Hörspiel. Jüngste Auszeichnungen: 1.Preis Literaturwettbewerb der Akademie Graz 2013, Kunstförderstipendium der Stadt Linz 2014.

STEPHAN ROISS
sterbenwiefliegenaberlustig
am Donnerstag, 04. Dezember 2014
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Dienstag, 28. Oktober 2014

Rückschau: Lesung am 06. November:
ROBERT KLAGES
KRISTINA SCHIPPLING
CLEMENS SCHITTKO
KOMM MIR NICHT MIT HEIMAT

Sie ist eines der unübersetzbarsten Wörter der deutschen Sprache und hat keinen guten Ruf: Sie gilt als rückständig und verstaubt. Die Wissenschaft hat ihr ein neumodisches Mäntelchen übergeworfen unter dem Titel der lokalen oder regionalen Identität. Bemitleidet werden die, die sie losgeworden sind, von denen, die sie haben. Es gibt Lieder, Stuben, Trachten, Chöre, Blasorchester und manches mehr, das ihren Namen trägt. Dabei ist sie meist wenig mehr als ein Gefühl. In der Werbung der Supermärkte schmeckt sie nach Schweineschnitzel. Aber was ist sie nun, diese vielgelobte, vielgeschmähte Heimat? Lässt sich heute, in diesen mobilen, globalen Zeiten, wo sogar das Internet „eine Heimat sein kann“, darüber schreiben, oder lässt man es besser gleich?

Robert Klages, geboren 1984, Gründer, Veranstalter, Türstehen und Klomann der Lesebühne Sprechstunde:Nebensatz. Studium des Lesens und des Schreibens in Düsseldorf, Córdoba und Berlin. Tunichgut und Zechpreller in Berlin-Friedrichshain (arbeitet aber auch).

Kristina Schippling, geboren 1983 in Halle/Saale, wohnt in Berlin und promoviert derzeit an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale. Eigene Texte hat sie bisher in den Anthologien Anschluss halten! und Anschluss sichern! sowie in der Literaturzeitschrift Ort der Augen und im NaRr publiziert. Ihr erstes Buch mit dem Titel Drei Gesichter ist im Mitteldeutschen Verlag erschienen. Außerdem realisiert sie Film- und Theaterprojekte als freischaffende Künstlerin.

Clemens Schittko, geboren 1978 in Berlin/DDR. Ausgebildeter Gebäudereiniger und Verlagskaufmann. Arbeitete u. a. als Fensterputzer und Lektor. lauter niemand preis für politische lyrik 2010. Zuletzt erschienen: Und ginge es demokratisch zu (SuKuLTuR, Berlin 2011). Lebt in Berlin(-Friedrichshain).

ROBERT KLAGES, KRISTINA SCHIPPLING, CLEMENS SCHITTKO
KOMM MIR NICHT MIT HEIMAT
am Donnerstag 06. November 2014
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz

Rückschau: Lesung am 15. November:
HERBSTLESE.
LYRIK IM ORi


© Lea Schneider

Wo Wortwuchs grassiert, die Buchstabendichte ein fiebriges Zittern hervorruft, wenn sich Topicwolken finden & lösen auf Papier, Sound-Sprechakte aus Zungen in die Lüfte stemmen... ist gesunder Wahn am Ziel – mehrstimmig und wunschlos verdichtet.

Lea Schneider nähert sich ungefähren Objekten in einem universell anwendbaren Herbst und weiß, wo die Kühe hingehen, wenn sie abgelaufen sind. Mehr...? Im Verlaghaus J. Frank erschien just ihr Debütband Invasion Rückwärts.

Maria Natt dichtet ook op Platt. Wie Lea Schneider poetisch im Berliner Lyrik-Kollektiv G13 hochdeutsch sozialisiert, hat sie eine ganz eigene sprachschöpferische Ader in den Fluß gebracht, die ihre norddeutschen Wurzeln verrät: “wo schall ik allns övergahn? / över mien schadden, över mien trepp, över mien hart?”

Max Czollek – ort- und zeitreisender Poet & Performer mit lautmalerischem Nachdruck. G13 und das Verlagshaus J. Frank sind zwei seiner “temporary homezones”. Auszug aus reisenotiz, freitag: “straßenepilepsie: transportmittel leitet anfall in die körper aluminiumtüren, dahinter löcher wo luft schwer ist wie ostsee...”

Anna Hetzer bewegt sich im Berliner Lyrikraum bei G13 und im Netzwerk Babelsprech: "mit zwei sprachen im mund/ versuchst du zu sagen/ welche schritte/ von deinen füßen gefallen sind". Ein Debütband im J. Frank Verlag ist in Arbeit.

Lutz Steinbrück muss sich oft die Augen zu reiben, um sich im Blickdickicht zu orientieren und Schneisen zu schlagen für Fluchtpunkte & Perspektiven: “aus den Mündern / eingefallener Berater tropfen die Splitter einer Werkbank / in diesem Bild wächst das Feld von oben nach unten / halten die Entscheider ihre Aussichten aus dem Fenster...”. - bislang zwei Lyrikbände bei J. Frank und im Lunardi Verlag.

HERBSTLESE. LYRIK IM ORi
am Sonnabend, 15. November 2014
ab 21.00 Uhr
im ORi
Friedelstraße 8
U-Bahnhof Hermannplatz